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Haben das neue Halbjahresprogramm fürs Gleis 1 auf die Beine
gestellt: Zweiter Vorsitzender Jochen Kuhn (links), Vereinsgründer und
Erster Vorsitzender Hans A. Graef. (Foto: Michael Dignal)
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Die Waldenburger Künstlerkneipe Gleis 1 stellt ihr neues Programm vor "Schranken
auf" hieß es vor sieben Jahren, als sich die Künstlerkneipe Gleis 1 im
Waldenburger Bahnhof einricht ete. Der gleichnamige Verein zählte damals
35 Mitglieder. Jetzt sind es 78, und das Gleis 1 ist zu einer festen
Größe im kulturellen Leben der Region geworden. So wartet das aktuelle
Halbjahresprogramm mit nicht weniger als 50 Veranstaltungen auf. Sehr stolz sind Vereinsgründer Hans A. Graef und sein Vorstandskollege Jochen Kuhn
auf die bunte Mischung ihres Angebots. "Es ist allerdings so
vielfältig, dass es für manche Leute schwer einzuordnen ist", räumt
Graef ein. Doch das wollen die Gleis-1-Macher: Nicht konventionelle
Erwartungen erfüllen, sondern eine "gemischte Kultur" aus vertrauten
und außergewöhnlichen Inhalten bieten. An musikalischen Spezialitäten bietet die Künstlerkneipe in der nächsten Zeit Rock mit Wednesday Parking Lot (3. Februar), Jazz mit Sylvia Bialas und dem Chambinzky-Trio (16. Februar), irisch-bretonischen Folk mit Fish and Cidre (24. Februar) und Weltmusik mit dem arTrio
(3. März). An manchen Sonntagen gibt es ein
Klassik-Frühstück und jeden letzten Freitag im Monat die
Fiesta Latina. Zur Jubiläumsveranstaltung am 5. Mai ist der Kabarettist Peter Grohmann eingeladen. Noch bis zum 11. März zu sehen ist eine Ausstellung der Fotografin Doris Maxheimer-Fehrenbach
mit Naturaufnahmen aus aller Welt. Bei solch einem umfangreichen
Programm sind Risiken unvermeidbar. "Wir hatten schon mal ein Konzert
mit nur zwei zahlenden Gästen", erzählt Jochen Kuhn. Dafür sei beim
letzten Auftritt von Sad Max & The Gangsters Of Love der
Publikumsandrang so groß gewesen, dass es keinen freien Platz mehr
gegeben habe. Mit dem Reingewinn konnten die vorherigen Flops
wettgemacht werden. Kuhn, der das aktuelle Programm zusammengestellt
hat, ist auch mit der Veranstaltungsliste fürs zweite Halbjahr "schon
fast fertig". Sein Wunsch ist, dass "die Publikumsgunst so gut bleibt
wie in den letzten Monaten". Da einige neue Sponsoren aufs Gleis 1
aufgesprungen sind, hält sich seine Sorge um eventuelle Defizite in
Grenzen. Auch Graef ist optimistisch: "Uns geht es gegenwärtig so gut
wie lange nicht. Und die Zusammenarbeit im Vorstand und in den
Projektgruppen ist hervorragend." Eines seiner eigenen Projekte stellt
der Gleis-1-Chef am 9. Februar vor: die Rauminstallation "Zwischenlager
Zeitraum" mit banalen bis bizarren Fundstücken aus drei Jahrzehnten. i Das ausführliche Programm steht im Internet unter www.gleis1.net |